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Pflanzen brauchen Licht - für Photosynthese und Wachstum. Auf Wiesen, Feldern und Freiflächen ist immer genügend Licht vorhanden, nicht jedoch in der untersten Schicht eines Laubwaldes. Nur im Frühjahr, wenn die Bäume noch nicht belaubt sind, haben Pflanzen dort eine Überlebenschance. Denn dann erreichen 40 % des von oben einfallenden Lichts den Waldboden. Gerade genug für die Pflanzen, um dort zu wachsen.

buschwindröschen 1

Je grüner der Laubwald wird, desto weniger Licht kommt durch die Blattschicht nach unten durch. Deshalb müssen Pflanzen, die in Laubwäldern wachsen wollen, spätestens Ende Mai mit ihrer Blütenbildung und Samenverbreitung fertig sein. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit und eine Herausforderung für echte Spezialisten, wie die Frühblüher es sind.

Anfang März breiten sie ihre bunten Blütenteppiche aus: Buschwindröschen, Schneeglöckchen, Scharbockskraut, Schlüsselblume, Lerchensporn, Märzveilchen, Goldstern und Leberblümchen. Sobald die Bodentemperatur nur knapp über dem Gefrierpunkt liegt, beginnen sie mit dem Wachstum. Gegen unerwartete Nachtfröste schützen sie sich durch spezielle ‚Gefrierpunktsenker‘, die sie in ihren Zellen einlagern. Die Energie für das beschleunigte Wachstum schöpfen die Frühblüher aus ihren unterirdischen Speicherorganen, in denen meistens Stärke eingelagert ist. Zum Schutz gegen Wühlmäuse und andere Bodenbewohner, die diese Reserven gerne fressen würden, sind sie zusätzlich mit Giften versehen.

Unser Vorfahren wussten bereits, dass manche dieser, in den Speicherorganen eingelagerten Giftstoffe eine Heilwirkung haben. Also kochten sie beispielsweise die Erdsprosse der Waldschlüsselblume und bereiteten sich daraus eine Arznei gegen Erkältung. Auch der Name Scharbockskraut weist auf eine heilende Wirkung hin. Diese frühblühende Pflanze hat in ihren Blättern Vitamin C eingelagert. Isst man die Blätter, hilft es gegen Skorbut, die Vitamin C-Mangelkrankheit. Scharbock ist der altdeutsche Name für Skorbut. Lebensgefährlich wird es allerging dann, wenn man zu viele Blätter von der Pflanze isst, denn in den Blättern hat das Scharbockskraut auch Gifte eingelagert, um sich vor Tierfraß zu schützen.

buschwindröschen 2

Sind die Sprosse der Frühblüher am Waldboden erst einmal voll ausgewachsen, wachsen innerhalb kürzester Zeit farbstarke Blüten heran. Versehen mit reichlich Pollen und Nektar locken sie Hummeln und andere Blütenbestäuber an, um möglichst schnell mit der Samenreifung beginnen zu können. Für die Samenverbreitung nehmen viele der Frühblüher wie Lerchensporn und Buschwindröschen die Dienste von Ameisen in Anspruch. Die Samen sind mit gut riechenden, schmackhaften Anhängseln versehen und werden von den Ameisen in ihren Bau geschleppt. Auf dem Weg dorthin lassen die Amseln viele der Samen auf den Boden fallen, wo sie liegenbleiben und auskeimen. Ein sehr wirkungsvoller Trick, damit die Pflanzen sich verbreiten können.

Wenn sich dann Ende Mai das Blätterdach der Laubwälder geschlossen hat und nur noch wenig Licht zum Waldboden durchlässt, ist die Zeit der Frühblüher wieder vorbei. Ihre oberirdischen Sprosse verwelken und sie gehen in eine lange unterirdische Ruhephase über, die bis zum nächsten Frühjahr dauert.

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